Berufsausbildung für Jugendliche mit schlechteren Startchancen - Zukunftsperspektiven im Dualen System : Ergebnisse der BA-Fachtagung : Berufsausbildung für Jugendliche mit schlechteren Startchancen - Zukunftsperspektiven im Dualen System (2003, Nürnberg)
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Abstract
"Die Ausbildung von Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von grosser Bedeutung. Ein zu hoher Prozentsatz ausbildungswilliger und ausbildungsfähiger Jugendlicher scheitert an der ersten Schwelle. Besonders für Jugendliche mit Hauptschulabschluss und ohne Schulabschluss haben sich die Aussichten auf eine Ausbildungsstelle verschlechtert. Die Gründe liegen häufig in den fehlenden Leistungs- und Verhaltensvoraussetzungen und den permanent steigenden Anforderungen in den Ausbildungsordnungen. Sie bedürfen deshalb der Unterstützung. Diese Aufgabe kann die Bundesanstalt für Arbeit nicht allein bewältigen. Die Unternehmen, das schulische Bildungssystem, die Elternhäuser, Träger ausbildungsvorbereitender Massnahmen und die Politik tragen die gemeinsame Verantwortung für die Ausbildung Jugendlicher. Eine Modernisierung und zeitgemässe Gestaltung des Dualen Systems muss auf mehr Differenzierung und Flexibilisierung bezogen sein sowie auf unterschiedliche Begabungen und Entwicklungsstufen der Jugendlichen zielen. Dieses kann erreicht werden durch: Die Ausarbeitung von Qualifizierungsbausteinen, wie sie im Zweiten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt geregelt sind. Sie gestalten Berufsvorbereitung effektiver, indem sie gezielt auf eine anschliessende Berufsausbildung vorbereiten und in Teilen auf die Ausbildungsdauer angerechnet werden können. Die Neugestaltung und Neuordnung von Ausbildungsberufen durch Absenken der Anforderungen und Erhöhen der Durchlässigkeit. Damit kann Jugendlichen mit schlechteren Startchancen der Einstieg in Ausbildung ermöglicht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)