Quo vadis, Ethikunterricht? : Entwicklungen und Überlegungen zum österreichischen Schulversuch Ethikunterricht

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Seit dem Schuljahr 1997/98 wird in Österreich in der Oberstufe höherer und mittlerer Schulformen der Schulversuch Ethikunterricht durchgeführt. Der Beitrag stellt - ausgehend von der historischen Entwicklung des Schulversuches Ethikunterricht in Österreich - Überlegungen zu einer schrittweisen Einführung des Ethikunterrichtes in der Sekundarstufe II an. Ein erster Schritt wird dabei in einer stufenweisen Einführung neben dem konfessionellen Religionsunterricht gesehen. Erfahrungen in religionssoziologisch vergleichbaren deutschen Bundesländern wie Bayern haben gezeigt, dass sich Ethik als Pflichtgegenstand für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, bewährt hat. Entgegen früherer Befürchtungen lösten die Ethikschulversuche keine Massenflucht aus dem Religionsunterricht aus. Längerfristig sollte aber für die Sekundarstufe Ii auch die Variante eines allgemein bildenden Faches für alle Schüler mit dem Namen "Ethik und Religionen" ins Auge gefasst werden. Die Frage, wohin sich der Ethikunterricht in Österreich künftig entwickeln wird, erscheint dem Autor aus heutiger Sicht ungewiss. Da der Schulversuch das 17. Jahr läuft, sollte das Versuchsstadium beendet und eine Grundsatzentscheidung über einen künftigen Status getroffen werden. (BIBB-Doku)

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