Von der Meisterschaft zur Qualifikations-Collage : drei Entwicklungen, die die industrielle Berufsausbildung gefährden : Fachtagung "Die Zukunft der dualen Berufsausbildung" (1994, Nürnberg)

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100941
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Nürnberg

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Der Autor formuliert drei Problemfelder, die zur Erosion traditioneller Beruflichkeit führen und damit auch die Berufsausbildung gefährden. Infolge neuer Lebens- und Arbeitsformen sehen die Jugendlichen und ihre Eltern die Berufsausbildung rationaler als früher. Kosten und Nutzen werden mehr als bisher in das Entscheidungskalkül einbezogen, Weiterbildung gewinnt an Bedeutung. Der Lehrabschluss ist immer weniger ein Abschluss als eine Vorstufe zum lebenslangen Lernen. Mit dem beschleunigtem Veralten des Ausbildungswissens und der Destabilisierung von Bildungs- und Berufswegen wird die Erstausbildung zunehmend entwertet. Dies kommt auch in den Maastrichter Verträgen zum Ausdruck, die der Weiterbildung anstelle der Erstausbildung einen hohen Stellenwert beimessen. Damit führt die kostenintensive Berufsausbildung zu einem Wettbewerbsnachteil für deutsche Betriebe. Notwendig ist somit eine Modernisierung der dualen Ausbildung, die zu einem europäischen Konzept werden muss: Eine nationalstaatliche Strategie kann das Berufsausbildungssystem immer weniger sichern. (IAB)

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