Schritte in eine sozialverträgliche und humane Wissensgesellschaft : Literaturstudie Qualifikation, Weiterbildung und Tarifpolitik

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Berlin

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Abstract

Neben dem hier im Mittelpunkt stehenden Versuch der Tarifierung der betrieblichen Weiterbildung spielen in der Diskussion um das Thema Weiterbildung neue Strategien der Employability bzw. des Life Long Learning und der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik eine zunehmend wichtige Rolle (vgl. Kap. 3). Die mit dem Schlagwort Wandel zur Wissensgesellschaft verbundenen Veränderungen betreffen das gesamte Set an Akteuren und führt zu erheblichen Verschiebungen, die sich als Ökonomisierung und Individualisierung/Privatisierung der Weiterbildung zuspitzen lassen (vgl. Kap. 4). Zugleich liegen einige Erfahrungen zu den Grenzen der Gestaltung von Weiterbildung durch Gewerkschaften und Betriebsräte vor, die eng mit den Strukturen betrieblicher Arbeitspolitik und dem vorhanden Instrumentarien und Regelungen zusammenhängen (vgl. Kap.2 und 5). Ein weiteres Problem, das die Schwierigkeiten des Themas Tarifierung von Weiterbildung verstärkt, sind die unterschiedlichen Handlungskontexte und Wertmassstäbe, die es zu berücksichtigen gilt. Geht man von (1) gesellschaftspolitischen Zusammenhängen aus, so spielen die Fragen der Emanzipation durch Bildung, der breiten Partizipationsmöglichkeiten bzw. der Vermeidung von sozialen Selektivitäten im Vordergrund. Bezieht man sich hingegen (2) auf die Veränderung von Technik, Arbeit und Organisation, dann liegt der Rekurs auf den Faktor Produktivität nahe. Weiterbildung fungiert dann als ein Element der Initiierung von Innovation und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit; Gewerkschaften und Betriebsräte agieren hierbei als Co-Manager. Schliesslich werden mit der Weiterbildungsproblematik (3) Fragen der Verteilung und des Entgelts (nach Qualifikation) aufgeworfen und damit ein Thema, das zu ebenso klassischen wie umstrittenen Feldern der Tarifpolitik gehört. (Autorenreferat, IAB-Doku)

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