Informelles Lernen in alltäglichen Lebensführungen : Chance für berufliche Kompetenzentwicklung
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Berlin
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Abstract
Informelles Lernen ist ein Grundprozess der individuellen Kompetenzentwicklung, der sich in der Arbeit und vor allem im Alltagshandeln vollzieht. Ziel der Studie ist, im Alltag ostdeutscher Arbeitnehmer Prozesse des informellen Lernens und deren Zusammenhänge mit der beruflichen Kompetenzentwicklung zu identifizieren. In Protokollen von Tagesabläufen werden Situationen, Strategien und Identitätsbezüge des informellen Lernens beschrieben, und es wird der Transfer von Kompetenzen, die im sozialen Umfeld erworben wurden, in die berufliche Tätigkeit analysiert. Durch die Einbeziehung biographischer Aspekte sollen aus den Tagesabläufen Typisierungen für Lern- und Transferprozesse gewonnen werden, die Aufschluss für mögliche Fördermassnahmen geben können. Der erste Teil der Studie führt in die aktuelle Diskussion über die Veränderungen der Arbeitsgesellschaft ein. Beschrieben wird ein komplexer Entgrenzungs- und Auflösungsprozess, der sich auf die alltägliche Lebensführung und Arbeit sowie auf die bisherigen Strukturen und Organisationsformen des Lernens bezieht. Der zweite Teil beinhaltet die empirische Untersuchung von Tagesabläufen, anhand deren Lernsituationen, Lernstrategien und Transferprozesse beschrieben werden. (BIBB2)