Kooperation als erster Schritt zur Wissensintegration. Die pädagogische Herausforderung moderner Gesellschaften?
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81222
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Abstract
"Angesichts der in modernen Gesellschaften vorherrschenden Grundantinomien hat Pädagogik eine spezielle Vermittlungsaufgabe zu erfüllen, die unter aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen eine zusätzliche Brisanz erhält: angesichts zunehmender politischer, kultureller und ökonomischer Komplexität verschärft sich das Problem der Unübersichtlichkeit und Intransparenz und werden unterschiedliche Formen gesellschaftlicher Unsicherheiten und Ängste virulent. Der Umgang mit, das Aushalten und die Bewältigung von Unsicherheiten sind u. a. auch Gegenstand (beruflicher) Bildungsprozesse. Damit stellt sich die Frage, wie diese so angelegt werden können, daß die notwendige Wissensintegration zum Umgang mit Komplexität und damit zur Überwindung von Intransparenz und gesellschaftlichen Risikolagen geleistet werden kann. Der in diesem Beitrag vertretene Ansatz geht davon aus, daß für eine Wissensintegration die Entwicklung sinnvoller Curricula fundamental ist. Deren Konstruktion bedarf einer Klärung zahlreicher Fragestellungen im erziehungswissenschaftlichen und disziplinenübergreifenden Diskurs, die kurzfristig über die Implementierung disziplinenübergreifender Kooperationsstrukturen möglich wäre. Im Hinblick auf eine solche Perspektive sollen in diesem Beitrag - auf der Basis der diesbezüglichen Ergebnisse eines BMBF-geförderten Forschungsprojektes - bereits bestehende, inter- und intradisziplinäre Kooperationsbeziehungen in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik beleuchtet werden." (Autorenreferat)