Flexible Erwerbsbiografien : Probleme des Selbstmanagements beruflicher Flexibilität

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Durch explorative Interviews mit 54 Personen mit nichtlinearen Erwerbsbiografien wurde in einer Studie erhoben, welche sozialen Implikationen mit flexiblen Arbeitsverhältnissen verbunden sind und mit welchen individuellen Handlungsstrategien die Betroffenen darauf reagieren. Betrachtet werden die Aspekte Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Übertragbarkeit von Erfahrungen aus den unterschiedlichen Erwerbsphasen. Darüber hinaus werden die Folgeprobleme der Tätigkeiten in Zeitarbeitsverhältnissen, in Phasen der Selbständigkeit und Phasen befristeter oder Teilzeitbeschäftigung analysiert. Als Resümee der Studie wird festgestellt, daß diskontinuierliche Erwerbsbiografien Bestandteil der Arbeitswelt sind und von den Betroffenen als normal und zwangsläufig angesehen werden. Klassische Berufsbilder, die direkt auf Ausbildungsberufen aufbauen, scheinen an Bedeutung zu verlieren. In der späteren Tätigkeit spielen extrafunktionale Qualifikationen und Selbstlernfähigkeit eine immer größere Rolle. Eine Aufgabe von Bildungsinstitutionen wird es sein müssen, Menschen stärker zu befähigen, die eigene berufliche und persönliche Entwicklung lebenslang verantwortlich zu steuern. (BIBB2)

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