Dauerhafte Ungleichheiten : zur Veränderung des Einflusses der sozialen Herkunft auf die Bildungschancen in dreizehn industrialisierten Ländern
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103287
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Abstract
"Dieser Aufsatz berichtet über die Ergebnisse eines international vergleichenden Projekts, in dem die Veränderung der Bildungsgleichheit in dreizehn industrialisierten Ländern systematisch untersucht worden ist. Die einbezogenen Länder spiegeln dabei eine breite Palette wichtiger Konstellationen von Hintergrundvariablen hinsichtlich industrieller Modernisierungsstufe, Kultur, politischem System, historischer Entwicklung und verschiedener Grundtypen der Bildungssysteme wider. Die in den Vergleich einbezogenen Länder sind die Vereinigten Staaten von Amerika, die ehemalige Bundesrepublik Deutschland, die Niederlande, Schweden, Grossbritannien, Italien, die Schweiz, Taiwan, Japan, Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei und Israel. Das Hauptergebnis der Untersuchung ist, dass in elf dieser sehr verschiedenen dreizehn Länder (Ausnahmen: Schweden und die Niederlande) trotz der zunehmenden Bildungsbeteiligung unterer sozialer Schichten die herkunftsbezogenen Bildungschancen weitgehend unverändert geblieben sind. Auf dieser Grundlage wird die These vertreten, dass die Bildungsexpansion sogar eine der entscheidenden Voraussetzungen für die fortwährende Ungleichheit der herkunftsbezogenen Bildungschancen darstellt." (Autorenreferat)