Individualisierte Auszubildende. Soziale Qualifikationen in der Berufsausbildung - Interessenorientierung von Auszubildenden - Folgen für die gewerkschaftliche Jugendarbeit
item.page.bibb.id
110123
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Bund-Verlag
item.page.bibb.publisherplace
Köln
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Die neuen Ausbildungsformen haben vielfältige Auswirkungen, unter anderem auf Veränderungen sozialer Qualifikationen als Teil neuer Technologien in der Ausbildung und ihre Folgen für die gewerkschaftliche Jugendarbeit. Zur Untersuchung der Probleme, die sich bei der Berücksichtigung neuer sozialer Qualifikationen ergaben, wurde ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, dessen Endbericht hier veröffentlicht worden ist. Der Bericht ist -schon wegen der Einbeziehung von Zwischenergebnissen aus der Diskussion über gewerkschaftliche Jugendarbeit- breit angelegt strukturiert: Von der Bewertung der Einstellungsverfahren, der Wahrnehmung und Interpretation von Ausbildungssituationen durch Auszubildende bis zur Interessenvertretung durch Gewerkschaften. Darstellung der Gewerkschaftsarbeit im Betrieb und überbetriebliche Gewerkschaftsarbeit für auszubildende Jugendliche nehmen zum Abschluss des Berichts einen breiten Raum ein. Der Band enthält die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu "Veränderungen sozialer Qualifikationen als Teil neuer Technologien in der Ausbildung und ihre Folgen für gewerkschaftliche Jugendarbeit". Dabei wurden insbesondere die spezifischen Belange des Organisationsbereiches der IG Chemie- Papier-Keramik berücksichtigt. Die Untersuchung wurde anhand nicht-standardisierter qualitativer Interviews durchgeführt. Dabei handelte es sich um 25 Experten- bzw. Expertengruppeninterviews (z.B. Personalexperten, Ausbildungsleiter, Ausbilder, Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter und Gewerkschaftssekretäre) und um 84 Interviews mit Auszubildenden aus den Berufsgruppen Bürokaufmann, Betriebswirte (VWA), Bürogehilfinnen, Industriemechaniker, Elektroniker, Kunststofformgeber, Laboranten und Chemikanten. Das Buch ist in drei Hauptteile gegliedert: Im ersten Teil werden zunächst forschungsanalytische Ausgangsüberlegungen dargestellt. Im Zentrum dieser Ausgangsüberlegungen stehen die veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der gesellschaftliche Wertewandel, der vor allem seinen Ausdruck in veränderten Einstellungen von Jugendlichen findet. Im zweiten Teil erfolgt dann eine ausführliche Wiedergabe und Interpretation der Befragungsergebnisse. Schwerpunkte der Untersuchung bilden dabei vor allem die Themenbereiche "Einstellungsverfahren von Auszubildenden", "Bedeutung und Vermittlung von sozialen Qualifikationen in der Berufsausbildung", "Beurteilung von Auszubildenden", "Neue Technologien in der Ausbildung" und "Motivation und Identifikation von Auszubildenden". Abgeschlossen wird dieser zweite Hauptteil durch Einzelfallstudien, in denen individualistische Handlungsweisen von Auszubildenden deutlich werden, ohne dass damit jedoch Rückschlüsse auf ein Gesamtbild von Jugend gezogen werden sollten. Im dritten Teil schliesslich werden Vorschläge und Ideen für eine Um- und Neugestaltung der Jugendarbeit der IG Chemie- Papier-Keramik entwickelt. (IAB2)