Widersprüche in der sozialpädagogischen Berufspraxis und das Problem unbewusster Psychotherapie
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122663
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Abstract
"Die Studien über die Kontextbedingungen und die Strukturprobleme beruflichen Handelns in den vielfältigen Praxisfeldern der Sozialpädagogik/Sozialarbeit reichen von empirischen Berufsfeldanalysen über theoretisch sehr kontroverse Beiträge zur Professionalisierungs- und Handlungskompetenzdebatte bis hin zu gesellschaftstheoretisch orientierten Funktionsbestimmungen. Diese Arbeiten förderten zwar Einsichten zutage zu einer Fülle von Einzelaspekten, seien es Beschreibungen der aufgezwungenen Klientenbeziehungen und der prinzipiellen Ungleichgewichtigkeit in der Austauschbeziehung zwischen Sozialarbeitern und ihren Klienten, seien es Hinweise auf den Handlungskontext der professionellen Wissensanwendung oder solche zur kritischen Selbstreflexion des therapeutischen bzw. zwangstherapeutischen Handelns unter der Bedingung der Gleichrangigkeit von sozialer Kontrolle und Therapie oder aber Überlegungen zur sozialpolitischen Verortnung bzw. zur Politisierung der Sozialarbeit, die allerdings die Professionalisierungsproblematik eher verstellt haben. Es mangelt aber nach wie vor an einem konsistenten Analyserahmen, der es ermöglichen würde, sozialpädagogisches Handeln in seinen organisatorischen, sozialen wie personalen Konstellationseigentümlichkeiten hinreichend zu erfassen." (Autorenreferat)