Formen von Arbeitszufriedenheit im Experiment: differentielle Auswirkungen auf die Beziehung von Wissen und Handeln
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Abstract
Der Einfluss verschiedener Formen von Arbeitszufriedenheit (hier: resignative Zufriedenheit, konstruktive Unzufriedenheit) und unterschiedliche Tätigkeitsspielräume auf die Beziehung von Wissen und Handeln wird in einem experimentellen computergestützten Szenario untersucht. Examinierte Krankenpflegekräfte hatten typische Situationen aus dem Pflegealltag einer Inneren Station zu bearbeiten. Die quantitativen und qualitativen Ergebnisse zeigen, dass die konstruktiv Unzufriedenen stärker mit Handlungen auf unterschiedliche Tätigkeitsspielräume reagieren als die resignativ Zufriedenen. Entgegen den Hypothesen tritt diese differentielle Wirkung jedoch bei niedrigen Tätigkeitsspielräumen auf. Weiterhin zeigte sich, dass, obwohl beide AZ-Formen sich weder bei der Informationsaufnahme und - verwendung im Pflege-Szenario noch im pflegerischen Fach- und Methodenwissen unterscheiden, die konstruktiv Unzufriedenen ihr Wissen im Unterschied zu den resignativ Zufriedenen deutlich stärker in Handeln umsetzen. Implikationen dieser Ergebnisse etwa für das Personalmanagement werden diskutiert. (BIBB2)