Ästhetisierung beruflicher Biographien : Analyse und Konsequenzen eines Phänomens

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Rothe

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Passau

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Berufliche Biographien sind gegenwärtig einem markanten Wandel unterworfen; diesen Wandel, seine Bedingungen, Chancen, Risiken und Konsequenzen zu beschreiben, ist Ziel der Arbeit. Forschungsleitende These ist, daß sich Wirklichkeit, Gesellschaft und damit auch einzelne berufliche Biographien verändern und daß sich diese Veränderungsprozesse mit Hilfe des Begriffes Ästhetisierung sinnvoll beschreiben lassen. "Ästhetisierung, das Ästhetisch-Werden von Objekten, Strukturen oder Gesellschaften, ist einer der Leitbegriffe einer individualisierten, pluralisierten und zunehmend virtuellen Welt. Ein solches Verständnis von Ästhetisierung wird im Rahmen der Arbeit anhand von bestimmten beruflichen Biographien beschrieben. Berufliche Biographien, so wird unterstellt und begründet, gelten dann als ästhetisiert, wenn sie, gerade jenseits geradliniger Vorstellungen von Beruf und Karriere, Umbrüche konstruktiv bewältigen, wenn berufliche Wechsel selbst bestimmt inszeniert werden und nach bestimmten Prinzipien gestaltet werden. Ziel ist dabei nicht die äußere Beschreibung von beruflichen Biographien, sondern vor allem die Analyse der subjektiven Seite, der Bewältigung- und Verarbeitungsmuster solcher beruflicher Lebenswege. Ästhetisierung ist möglich und sie bietet Chancen, denn es geht um die Frage, wie eine gelingende berufliche Biographie unter den gegebenen strukturellen Grenzen der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes und dennoch mit dem Anspruch auf ein selbst gewähltes Leben und die Gestaltungsmacht über dieses Leben gelingen kann." (Verlag)

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