Berufliche Identität von Beratern in Jugendwohngemeinschaften
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123111
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Abstract
Der Autor setzt sich am Beispiel von Jugendwohngemeinschaften mit der beruflichen Identität von Sozialpädagogen auseinander. "Berufspraktisch ist die Aufrechterhaltung der emotionalen und sozialen Dimensionen des Annehmens und Begleitens offensichtlich so gewünscht wie schwerlich praktikabel. Dabei ist eine objektive, äussere Grenze schon an priori gesetzt: Zuwendung und Interesse für die Klientel sind an die Form der Lohnarbeit gebunden, wodurch Charakter und Umfang der Kontakte mitdefiniert werden. Von Seiten der Pädagogen sind die Angebote begrenzt: durch persönliche Bedürfnisse ausserhalb der Arbeit, durch Unterschiede in Lebenswelt und Interessenlage, ideell und materiell; häufig in der Zukunftsperspektive hinsichtlich der Lebenschancen. Es wäre eine Selbsttäuschung zu meinen, Helfer und Betroffene könnten in der Regel zu einer interessengleichen Definition der Ausgangssituation gelangen. Ziel kann nur sein, je neue bedingte und begrenzte Arbeitsbedürfnisse auszuhandeln, die beiden Seiten besonders Engagement wert scheinen." (IAB2)