Der Arbeitskraftunternehmer - ein neuer Leittypus für Wirtschaft und Schule?
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Abstract
Die vom "Arbeitskraftunternehmer" geforderten und geförderten Qualifikationen (erweiterte Autonomie, Selbständigkeit, Lernfähigkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit, Selbstorganisation etc.) stehen gegenwärtig auch im Zentrum der bildungspolitischen und pädagogischen Diskussion. Methoden, Begriffe und Massstäbe aus der modernen Betriebsführung werden in das Management von Bildungsinstitutionen übertragen: Deregulierung, Organisationsentwicklung, Budgetierung, Kundenorientierung, Effizienz, Controlling. Der Autor beklagt den Mangel an Distanz vieler Pädagogen. Die Innovation eines neuen Typus von Arbeitskraft ziele trotz aller terminologischer Übereinstimmung mit pädagogischen Begriffen nicht auf den Menschen als Person. Personen sollen in diesem Modell allein als effektive Komponenten des wirtschaftlichen Prozesses fungieren. Der Autor sieht darin eine Gefahr der Ökonomisierung von Bildungseinrichtungen. Notwendig sei nicht eine Ökonomisierung der Pädagogik, sondern eine Pädagogisierung der Ökonomie. (BIBB2)