Die berufliche Höherqualifizierung in den Abschlussjahrgängen 1960-1999 : Effekte der sozialen Herkunft und Folgen der Bildungsexpansion
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167308
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Abstract
"Höherqualifikationen in Form von Hochschulstudium oder Meister-/Techniker-Ausbildungen nach einer beruflichen Ausbildung gehören inzwischen zu den gängigen Pfaden durch das Bildungssystem. Dieser Beitrag untersucht anhand der Daten der BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2012 und mithilfe von multinomialen Logitanalysen die Nutzung der Höherqualifikationen im Vergleich von Kohorten, Schulformen und sozialer Herkunft. Insgesamt hat die Nutzung der Höherqualifikationen im Kohortenvergleich zugenommen, dies hängt allerdings zum Teil mit der Bildungsexpansion und der damit einhergehenden Veränderung der Struktur der Schulformen zusammen: Während Abiturienten im Kohortenverlauf die Höherqualifikation, insbesondere in Form von später erworbenen Studienabschlüssen, häufiger nutzen, nimmt bei den Haupt- und Realschülern die Nutzung der Höherqualifikationen ab. Die Ergebnisse zur sozialen Herkunft zeigen, dass Kinder aus statushöheren Familien nicht nur mit größerer Wahrscheinlichkeit den direkten Weg in die Hochschule wählen, sondern gegenüber Kindern niedrigerer sozialer Klassen auch Vorteile beim Erwerb von Höherqualifikationen nach einer Berufsausbildung haben. Allerdings zeigen die Analysen auch, dass bei Berücksichtigung der Hochschulzugangsberechtigung nur noch geringe Effekte der sozialen Herkunft auf die späteren Übergänge zu beobachten sind." (Autorenreferat, BIBB-Doku)