Büro via Fabrik : Entstehung und Allokationsprinzipien weiblicher Büroarbeit 1850 bis 1933

bibb.id80933
bibb.publishernameEdition Sigma Bohn
bibb.publisherplaceBerlin
dc.contributor.authorLüsebrink, Karin [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T10:24:34Z
dc.date.available2018-12-17T10:24:34Z
dc.date.issued1993
dc.descriptionZugl.: Bremen, Univ., Diss., 1992
dc.description.abstractDie Untersuchung greift die Gruppe der weiblichen Büroangestellten heraus, um die Mechanismen für die fortgesetzte Wiederherstellung der Geschlechtertrennung, trotz der radikalen Wandlungsprozesse der Wirtschafts- und Berufsstruktur seit Beginn der deutschen Industrialisierung, zu analysieren. Diese Berufsgruppen sind für die Erklärung der fortdauernden geschlechtsspezifischen Re-Segregation besonders geeignet, da die Büroberufe durch ihre ausserordentlich starke Expansion, Differenzierung und Wandlung von einem ehemals reinen Männer- zu einem inzwischen überwiegend mit Frauen besetzten Berufsfeld einen erheblichen Beitrag zum o.a. Wandel leisteten. Dabei verschränkt sich die Untersuchung der Geschlechtstypisierung der Büroarbeit mit derjenigen der Branchen. Dahinter steht die These, dass die übliche summarische Betrachtung weiblicher Büroarbeit - im Gegensatz z.B. zu Untersuchungen über Arbeiterinnen, die immer nach Branchen und Berufen differenzieren - die dort wirkenden Allokationsmechanismen verdeckt. Hinsichtlich der Branchen variierte der Frauenanteil an allen Büroangestellten ausserordentlich stark: Bei den personenbezogenen Dienstleistungen Gesundheitspflege und Krankendienst rsp. Erziehung und Unterricht wie auch im Bekleidungs- und Reinigungsgewerbe waren schon 1895 erhebliche Anteile der Verwaltungsangestellten weiblichen Geschlechts, während im Bergbau, in der Bauindustrie und der Industrie der Steine und Erden nahezu keine Frauen unter den Verwaltungsangestellten gezählt wurden. In der Zusatzbeschäftigung über die Jahrhundertwende hinweg blieb dies Muster im wesentlichen bestehen. Die Zusatzbeschäftigung folgte also der Basisbesetzung und erzeugte damit Stabilität der branchenmässigen Segregation. In den Bereichen, in denen Frauen frühzeitig in vergleichsweise grossem Umfang für die Büroarbeit rekrutiert wurden, waren sie von Anfang an auch in den qualifizierten Büroberufen besser vertreten; wo sie erst spät und in geringerem Umfang Arbeitsplätze erhielten, wurden sie weit stärker auf ausführende Arbeiten festgelegt und weitestgehend nur als Maschineschreiberinnen eingesetzt. (Autorenreferat, IAB-Doku)
dc.format.extent244 S.
dc.identifier.isbn3-89404-353-9
dc.identifier.isbn978-3-89404-353-7
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/692755
dc.language.isode
dc.publisherEdition Sigma Bohn
dc.subject.classificationG 2.3.3 Arbeitsformen, Techniken
dc.subject.classificationT 1.2 Historische Berufsbildungsforschung
dc.subject.classificationP 1.3 Frauen
dc.subject.classificationG 1.2.1 Grund- & Strukturdaten des Arbeitsmarktes
dc.subject.classificationG 2.4.5 Gender Mainstreaming
dc.subject.classificationI 2.1 Deutschland
dc.subject.otherBüroarbeit
dc.subject.otherHistorische Entwicklung
dc.subject.otherAngestellter
dc.subject.otherFrauenerwerbstätigkeit
dc.subject.otherGeschlechtsspezifischer Arbeitsmarkt
dc.subject.otherWirtschaftszweig
dc.subject.otherBüroberuf
dc.subject.otherFrauen in Einzelberufen
dc.subject.otherFrauenarbeit
dc.subject.otherBerufsproblem
dc.subject.otherGeschlechterverteilung
dc.subject.otherQuantitative Angaben
dc.subject.otherDeutsches Reich
dc.subject.other1850-1933
dc.titleBüro via Fabrik : Entstehung und Allokationsprinzipien weiblicher Büroarbeit 1850 bis 1933
dc.typeBuch

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