Lernen und Entwicklung in Massnahmen : zur Wirksamkeit berufs- vorbereitender Massnahmen und Förderlehrgänge im Kontext der Lebenswelt Jugendlicher in der Problemregion Duisburg
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117226
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Westdeutscher Verlag
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Opladen
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Abstract
Die Studie geht der Frage nach, wie die Lernmöglichkeiten in berufsvorbereitenden Massnahmen genutzt und die dort gemachten Erfahrungen im Entwicklungsprozess der Teilnehmer und Teilnehmerinnen wirksam werden. Hierzu wurden zwischen Herbst 1986 und Sommer 1987 Mehrfachbefragungen von 74 jungen Männern und Frauen, die an Grundausbildungslehrgängen freier Träger und an betrieblichen Förderlehrgängen teilnahmen, durchgeführt. Aus den Interviews mit den Jugendlichen wird deutlich, dass für sie das Lernen an verschiedenen Lernstationen in den Ausbildungswerkstätten und im Betrieb als ein Erfahrungszyklus organisiert ist, bei dem sie relativ genau die Anforderungen verschiedener Arbeitsplätze und Arbeitsverfahren kennenlernen können. Das gilt nicht zuletzt auch für die spezifischen Ansprüche, die durch verschultes Lernen in der Ausbildungswerkstatt und in der Werker- und der Berufsschule an die Jugendlichen gestellt werden. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass sie daraus klare Konsequenzen hinsichtlich ihrer eigenen Leistungsfähigkeit und der von ihnen gewünschten zukünftigen beruflichen Entwicklung ziehen. In vielen Fällen werden Ausbildungswünsche revidiert oder zugunsten einer 2jährigen Werkerausbildung - bei der der Lehrgang als erstes Ausbildungsjahr angerechnet wird - modifiziert. In den abschliessenden Interviews wird deutlich, dass die realen Zuweisungen, die der Betrieb vornimmt, sich mit diesen modifizierten Berufswünschen in sehr hohem Masse decken. Angesichts der schlechten Arbeitsmarktchancen sind die Jugendlichen mit ihrer Berufseinmündung und rückblickend auch mit den Lehrgängen insgesamt zufrieden. Zusammenfassend wird ausserdem festgehalten, dass den meisten Jugendlichen die durch den Lehrgang vermittelte und betriebspädagogisch betreute Integration in die Arbeitswelt nicht besonders schwergefallen ist. (IAB2)