Anschluss verpasst? Plädoyer für eine berufsbildungstheoretische Aufarbeitung der biografieorientierten Bildungsforschung

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"Fast zeitgleich mit dem Tode HERWIG BLANKERTZ hat sich in den Erziehungswissenschaften eine bildungstheoretische Zäsur vollzogen. Erziehungswissenschaftler wie PEUKERT, MAROTZKI, ECARIUS, KOLLER, ALHEIT oder NOHL können stellvertretend für eine Weiterentwicklung der Bildungsforschung angesehen werden, die erstens auf ein deutlich erweitertes Spektrum an Bezugstheorien zurückgreift, zweitens mittels einer darauf abgestimmten erfahrungswissenschaftlichen Forschungslogik agiert und hierbei mit Methoden qualitativer Sozialforschung operiert und die drittens oftmals explizit grundlagentheoretisch orientiert ist. Die Berufs- und Wirtschaftspädagogik hat sich in der Berufsbildungstheorie bislang allenfalls marginal mit diesen Weiterentwicklungen der qualitativen Bildungsforschung auseinandergesetzt. Mit Blick auf die berufsbildungstheoretische Positionierung der Disziplin kann von einem regelrechten Bruch bzw. einem verpassten Anschluss an die entwickelten Bildungsbegriffe und Forschungsinteressen insbesondere der biografieorientierten Bildungsforschung gesprochen werden. Das Ziel des Beitrages ist es, exemplarisch die Innovationspotenziale der biografieorientierten Bildungsforschung für die Berufs- und Wirtschaftspädagogik am Beispiel der Auseinandersetzung mit berufsbildungstheoretischen Grundfragen zu entwerfen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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