Bildung und Arbeit gehören zusammen : gewerkschaftliche Qualifizierungspolitik als Element qualitativer Arbeitspolitik

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Abstract

Aus empirischen Befunden werden zunächst zwei Feststellungen abgeleitet: (1) Betriebliche Weiterbildung wird in hohem Masse selektiv vermittelt und trägt zur Spaltung der Belegschaften in Kern- und Randbelegschaften bei. (2) Die Inhalte der Weiterbildungsmassnahmen sind überwiegend auf ein enges Bedienerwissen abgestellt und dienen keineswegs einer qualifikationsorientierten Produktion. Diesen Defiziten betrieblicher Weiterbildung werden folgende Grundsätze gewerkschaftlicher Bildungspolitik gegenübergestellt und erläutert: - Erstens müssen in der betrieblichen Weiterbildung soziale Steuerungskriterien gegenüber den Selektionskriterien der Unternehmer entwickelt und angewandt werden. - Zweitens darf sich betriebliche Qualifizierungspolitik nicht auf kurzfristige Anpassqualifizierung beschränken, sondern muss Grundlage und Mittel sozialer Technikgestaltung und -beherrschung werden. - Drittens müssen vorhandene Mitbestimmungsrechte der betrieblichen Interessenvertretung bei Planung und Durchführung von Bildungsmassnahmen offensiv angewandt und eine intensive Beteiligung der Arbeitnehmer erreicht werden. (IAB2)

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