Von der Qualifikation zur Kompetenz : Berufsbildung 2000
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Abstract
Zum Ausklang der 90er Jahre ist die Koppelung von Bildungs- und Beschäftungssystem mit dem Leitkonzept einer entsprechend zu erwerbenden Beruflichkeit (Berufskonzept) in die Diskussion geraten. Als entscheidenden Überlebensmassstab für die Berufsbildung deutscher Prägung bezeichnet der Autor in seinem Editorial die Frage, ob es ihr "von aussen" als System gelingen wird, den drastisch veränderten Qualifikationsbedarf der Unternehmen zu decken und mit einer vernetzten Weiterbildung auch im anschliessenden Arbeitsprozess zu begleiten. Neue Messlatte für die deutsche Berufsausbildung ist dabei der Wandel von wertschöpfender Arbeit unter den aktuellen Paradigmenwechseln der Wirtschaft. Bei der Reform bestehender, aber auch bei neuen Berufen (IT-Berufe) sollten mehrere Fachrichtungen in der Verzahnung mit integrativen Schnittstellen angelegt und im letzten Teil der Ausbildung auf betriebliche bzw. betriebstypische Einsatzfelder ausgerichtet werden. Auf dieser Basis wäre bei den anstehenden Neuordnungen oder neuen Berufen eine Weiterentwicklung denkbar, die das Kompetenzmodell im Sinne einer modernen und flexiblen Beruflichkeit kontinuierlich ausbaut. (BIBB2)