Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich
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Abstract
Der internationale Vergleich zeigt, dass der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland niedrig ist. Der Beitrag stellt Zwischenergebnisse einer Studie über Deutschlands Bildungsausgaben im internationalen Vergleich vor, die einem Forschungsprojekt zur Erkundung der Bestimmungsfaktoren öffentlicher und privater Bildungsausgaben entstammen. Die wichtigsten Ursachen für die niedrigen Bildungsausgaben sind demnach im Zusammenwirken von sieben Faktoren zu suchen: 1. überdurchschnittlich hohe private Bildungsausgaben, 2. ein nachfrageseitiger Faktor, die unterdurchschnittliche Stärke der Altersklassen im Ausbildungsalter, 3. die gedämpfte Bildungsbeteiligung im tertiären Bildungsbereich, 4. der Schwerpunkt der Bildungsfinanzierung in der Ausbildung für mittlere und höhere Positionen einer Industriegesellschaft, 5. die Konkurrenz zweier grosser Sozialstaatsparteien, die der Sozialpolitik die Vorfahrt geben, 6. ein Föderalismus, der die Bildungsfinanzen aufgrund der Finanzierungsstruktur der Länderhaushalte am kurzen Zügel führt, 7. die Konkurrenz um knappe öffentliche Mittel, in der das Bildungswesen aufgrund geringer Markt-, Verbände- und Wählerstimmenmacht den Kürzeren zieht. (BIBB2)