Curriculumentwicklung in der europäischen Diskussion und der Beitrag der neueren berufswissenschaftlichen Forschung
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Abstract
In der europäischen wissenschaftlichen Diskussion spielt die Auseinandersetzung um Curricula eine zunehmend wichtigere Rolle, wobei diese inzwischen verstärkt Bezüge zur Arbeitswelt und zum Beschäftigungssystem herstellt. Hintergrund dieser Entwicklung sind die zusammenwachsenden Wirtschaftssysteme in der Europäischen Union. Arbeit und Arbeitsorientierung wird dabei als wichtiger Bezugspunkt für Curricula gesehen. Vor allem im deutschen Sprachraum wird die empirische Fundierung der Curriculumforschung im Zusammenhang mit der Qualifikationsforschung als berufspädagogischer Forschungsstand betrachtet, den es wieder zu etablieren gilt. Der Beitrag geht auf diesen Zusammenhang ein und stellt ausgewählte Ansätze der Curriculumentwicklung vor (partizipative Curriculumentwicklung, arbeitsprozessorientierte Curriculumentwicklung). In seinem Ausblick betont der Autor, dass Curriculumentwicklung nicht losgelöst von Forschungsleistungen der Qualifikationsforschung und normativen Entscheidungen über die inhaltliche Ausrichtung der Curricula gesehen werden kann. Der hier aufgezeigte Weg konzentriert sich auf neuere berufswissenschaftliche Ansätze einer arbeitsprozessbezogenen Forschung, die das in der Facharbeit inkorporierte theoretische und praktische Wissen erschließt, um sicherzustellen, dass Arbeitsprozesse zum Kern der Curriculumgestaltung werden. Mit der partizipativen Entwicklung von Curricula wird eine neue Ebene der Curriculumentwicklung erreicht, die verhindert, dass Curricula etwas Statisches sind. Über Beteiligungsverfahren wird sichergestellt, dass Curricula einerseits eine Entwicklungsdynamik innewohnt ist und andererseits das Fundament der Curricula breite Akzeptanz erfährt. (BIBB-Doku)