Zur Kontinuität und Diskontinuität pflegerischer Erwerbsbiographien
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Abstract
Der Beitrag untersucht pflegerische Erwerbsbiographien aus der Perspektive der Systemtheorie. Es wird gezeigt, dass sie unter den heutigen Bedingungen des sich rasch wandelnden Pflegesystems plural und riskant geworden sind. Ausgehend von der Tendenz der Deinstitutionalisierung des Lebenslaufs unter den Bedingungen der fortgeschrittenen Moderne wird die Pluralität der pflegerischen Erwerbsbiographien im Hinblick auf die Erwachsenenphase und vorausgegangene Phasen des Lebenslaufs thematisiert. Der Unterschied von traditionellen und modernen Varianten des Diskontinuitätsmodells weiblicher Erwerbsbiographien steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Abschliessend werden die spezifischen Erwerbsbiographien der Lehr- und Leitungskräfte im Pflegesystem näher analysiert. Anhand von sekundär ausgewertetem Material eines Weiterbildungsinstituts in Rheinland-Pfalz wird dabei vor allem die Bedeutung der Phase der Weiterbildung für Positivkarrieren von weiblichen pflegerischen Lehrkräften rekonstruiert. (BIBB2)