Berufsbildung 4.0 : ein bildungspolitischer Kompass für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt
item.page.bibb.id
175571
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
In der digitalen Arbeitswelt haben Bildung und Qualifizierung eine Schlüsselrolle. Im Kern geht es um die Frage, welche Funktionen Facharbeit in der digitalen Arbeitswelt erhalten wird. Damit verbunden sind Probleme, wie das neue Verhältnis von Ingenieur- und Facharbeit bestimmt werden kann, oder wie es gelingt, Geringqualifizierten eine Brücke in die neue Arbeitswelt zu bauen. Im Beitrag wird die These vertreten, dass der Berufsbildung hierbei eine herausragende Rolle zukommt, von den Autoren Berufsbildung 4.0 genannt, weil sie die inhaltlichen Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt aufnimmt und die notwendigen inhaltlichen und strukturellen Schlussfolgerungen zieht. Die Überlegungen bauen auf dem Leitbild der erweiterten modernen Beruflichkeit (IG Metall 2014) auf und präzisieren es im Hinblick auf Digitalisierung. Digitalisierung wird dabei nicht als technischer, sondern als Prozess des sozio-ökonomischen Wandels verstanden, in dem Berufsbildung im Verhältnis zu Technik nicht nur als abgeleitete Größe zu betrachten ist, sondern auch umgekehrt Optionen für eine lernförderliche Gestaltung von Technik und Arbeitsorganisation beinhaltet. Das Bildungskonzept Berufsbildung 4.0 erweitert das Verständnis der IG Metall von Beruflichkeit auf Studium und wissenschaftliche Weiterbildung. Dabei werden auch künftig die Besonderheiten jeweiliger Bildungswege zu beachten, aber gleichzeitig die Anwendung gemeinsamer Prinzipien für die Gestaltung von Lernprozessen zu diskutieren sein, um einer Polarisierung und Hierarchisierung von Qualifikation entgegenzuwirken. Die Antwort zum Erhalt beruflicher Handlungsfähigkeit in zunehmend abstrakten und komplexen Arbeitszusammenhängen entgegenzutreten, sehen die Autoren in einer breiten beruflichen Qualifikation, die sowohl Erfahrungs- als auch Wissenschaftsorientierung beinhaltet. (BIBB-Doku)