Politische Steuerung beruflicher Bildung zwischen betrieblichen Bedarfen und gesellschaftlicher Verantwortung
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154394
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Abstract
Die Autorin befasst sich mit der politischen Steuerung beruflicher Bildung und der Rolle der Berufsschule. Im Fokus stehen dabei die Reformtendenzen im beruflichen Schulwesen und deren Governance-Implikationen: Zum einen die Vision Kommunale Bildungsverantwortung - Die berufliche Schule als eigentliche Gesamtschule am Übergang Berufsschule - Arbeitsmarkt. Und zum anderen die Vision Netzwerk: Die Berufliche Schule als Regionales Kompetenzzentrum. Beide Visionen schließen sich nicht aus, weisen aber Unterschiede in Bezug auf wichtige Aspekte der Berufsbildungspolitik auf. Aus beiden Perspektiven geht es um rechtliche und ökonomische Selbständigkeit, allerdings auf unterschiedlichen Märkten und unter verschiedenen Erfolgsbedingungen. Zu prüfen sei daher, ob veränderte Rechtsformen der Schulen eher den spezifischen Bedarfen eines wettbewerbsorientierten Bildungsdienstleisters oder denen eines auf Integration und produktive Selbsttätigkeit auch arbeitsungewohnter Jugendlicher gerecht wird. Die Autorin plädiert dafür, stärker zu differenzieren und genauer zu prüfen, welche Strategien berufliche Schulen verfolgen wollen bzw. sollen und welche Instrumente für welche Ziele eingesetzt werden sollen, um eine Überfrachtung mit teils gegensätzlichen Anforderungen auszuschließen. (BIBB-Doku)