Nebeneinander von Lehre und Vollzeitschule in der österreichischen Berufsbildung : Was steckt dahinter?
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135395
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Abstract
"Österreich wird in internationaler Kommunikation über berufliche Bildung häufig zur Gänze dem deutschen Systemtyp 'duale Ausbildung' zugeschlagen. Das ist nicht richtig. Zutreffend ist, dass wir in Österreich drei in Dauer und Level unterschiedliche Wege der beruflichen Bildung nach Absolvierung der Schulpflicht anbieten (die duale Lehrlingsausbildung, die Fachschulen/BMS und die BHS) und dass sich alle drei Wege in hohem Maße bewährt haben, wie insbesondere die Ergebnisse am Arbeitsmarkt zeigen. In den letzten Jahrzehnten gab es aber - wie in allen hoch entwickelten Gesellschaften - weit reichende Veränderungen durch Wandel von Wirtschaftsstruktur und Personalbedarf, massiven Schulausbau der öffentlichen Hand, die Europäische Integration und nicht zuletzt durch demografische Faktoren (Schrumpfung und Zuwanderung). Trotz dieser erheblichen Veränderungen im Umfeld der beruflichen Bildungsangebote haben alle drei Wege nach wie vor quantitativen Stellenwert und jeweils ihre Stärken aufzuweisen. Nicht zu übersehen sind allerdings auch spezifische Probleme und Herausforderungen, um die Zukunftstauglichkeit der Programme zu erhalten. Der Beitrag soll aufzeigen, worauf Stabilität und Qualität im vielfältigen Berufsbildungsangebot des Landes beruhen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)