Als Deutsche fremd sein in Deutschland : Probleme jugendlicher Spätaussiedler
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Stuttgart
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Abstract
Gemessen an der Gesamtzahl der Jugendlichen im Alter von 12 bis 27 Jahren in Baden-Württemberg beträgt der Anteil jugendlicher Spätaussiedler/innen, die in diesem Alter in den letzten fünf bis sechs Jahren zugezogen sind, rund 3 Prozent. Trotz einer allgemeinen Rückläufigkeit der Spätaussiedlerquoten sind im Jahr 1997 noch etwa 6000 spätausgesiedelte Jugendliche neu nach Baden-Württemberg gezogen, womit sich durch die Migration insgesamt circa 50000 junge Menschen in einer besonders schwierigen Lebenssituation befinden. Vor diesem Hintergrund untersucht die Autorin, wo jugendliche Spätaussiedler/innen ihren realistischen Standort zwischen zwei extremen Polen finden können: einerseits als "Randständige" eingeordnet zu werden, andererseits durch ihre Altersstruktur als "Hoffnungsträger" für eine positive demographische Entwicklung der Gesellschaft zu fungieren. Daneben wird der Erwerb von entsprechenden Qualifikationen für die Aufnahme einer Ausbildung oder für den Einstieg in das Berufsleben zusätzlich durch den unter verschärften Arbeitsmarktbedingungen und gestiegenen Qualifikationsanforderungen stattfindenden, derzeitigen Verdrängungsprozess erheblich erschwert. (BIBB2)