Technischer Wandel, berufliche Kompetenzen und Innovation
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Abstract
Technischer Wandel, Rationalisierungs- und Innovationsdruck zwingen auch den Einzelnen, seine beruflichen Kompetenzen auf dem neuesten Stand zu halten. Wenn Kompetenzen nicht regelmässig aktiviert werden, garantieren selbst ein Facharbeiterabschluss oder ein Hochschuldiplom keine sichere Beschäftigung über ein ganzes Berufsleben. In der Elektrotechnik stieg die Zahl arbeitsloser Ingenieure über 45 Jahren zwischen 1985 und 1995 um 800 Prozent. Vor dem Hintergrund der Ingenieurberufe zeigen die Autoren, dass die traditionellen Strukturen der Qualifizierung die Entwertung der Beschäftigungsfähigkeit nicht aufhalten und die Innovationsfähigkeit der Betriebe verloren gehen kann. Eine auf Wissensvermittlung reduzierte Lernkultur führt zu Arbeitslosigkeit, Frühverrentung und Innovationsbarrieren. Neue Konzepte der Personalentwicklung, die auf die reale Problematik betrieblicher Veränderungsprozesse eingeht, die Schaffung von Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Ausbildung sowie im weiteren Berufsverlauf sind erforderlich. (BIBB2)