Von der altersgerechten zur alternsgerechten Betrachtung : erste betriebliche Lösungsansätze im Rahmen von AuT-Projekten : Workshop "Älter werden in Beruf und Gesellschaft - ein Thema für die Berufsbildung?" (1995, Berlin)
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Bielefeld
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Abstract
Die Autorin schlägt vor, bei der Analyse von Gestaltungsherausforderungen, die sich durch die Änderung der betrieblichen Alterszusammensetzung ergeben, einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Den Hintergrund ihrer Darlegungen und Beispiele bilden Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Arbeit und Technik". Sie plädiert dafür, bei der Entwicklung betrieblicher Instrumentarien nicht einzelne betriebliche Altersgruppen, zum Beispiel die Älteren, als relevante Dimension von Belegschaftsstrukturen anzusehen, sondern - einer organisationsdemographischen Betrachtungsweise folgend - Altersgruppenstrukturen. In der Konsequenz bedeutet das, mittelfristig auf Lösungsansätze mit dem Brennpunkt "Ältere Arbeitnehmer" zu verzichten und dafür Ansätze zu verfolgen, die allen Altersgruppen Rechnung tragen. Massnahmen zur altersgerechten Qualifizierung wären durch Konzepte berufsbegleitenden (und damit altersgerechtem) Lernens zu ersetzen. Dem folgend wäre es auch wichtig, dass die Arbeitnehmer im Verlaufe ihres Arbeitslebens und damit ihres Alterungsprozesses die Möglichkeit haben, im Sinne einer dynamischen Arbeitsgestaltung durch eine entsprechende Auswahl eine Anpassung an ihre sich verändernden Funktionen und Fähigkeiten vorzunehmen. (BIBB)