Nachrangigkeit und Gleichwertigkeit : zur Verhältnisbestimmung von schulischer und dualer Berufsausbildung

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Obwohl die berufliche Ausbildung in Deutschland seit langem auf drei Säulen ruht, ist in der öffentlichen Diskussion und im allgemeinen Bewusstsein fast ausschliesslich die duale Ausbildung präsent. Der Autor plädiert dafür, dass der Ort der erworbenen Qualifikation an Bedeutung verlieren müsse und fordert die Gleichwertigkeit von betrieblicher und schulischer beruflicher Bildung. Als wesentliche Strukturmerkmale sollten das Berufsprinzip, das duale Prinzip und das Konsensprinzip gelten, die schon jetzt in unterschiedlicher Ausprägung in allen Ausbildungsformen enthalten sind. Die Diskussion um die Modernisierung der beruflichen Bildung sollte sich auf zwei zentrale Fragen konzentrieren: Erstens, in welcher Ausprägung diese Prinzipien vorhanden sein müssen und zweitens, durch welche Ausbildungsform das Ausbildungsziel ("Ist der Absolvent in der Lage, die ihm zu übertragenden Aufgaben fachgerecht zu lösen?") in jedem Berufsbereich am besten erreicht werden kann. Die Forderung nach Gleichwertigkeit wird mit der nach einer Liberalisierung der bestehenden rechtlichen Vorgaben verbunden. Ein neues Berufsgesetz sollte die Aufgabe zur Berufsausbildung der Wirtschafts- wie der Schulseite gleichberechtigt und mit grossem Spielraum überantworten, um regionale wie betriebliche und schulische Belange besser berücksichtigen zu können. (BIBB2)

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