Soziale Ungleichheit im Zugang zu beruflicher Weiterbildung
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158427
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Abstract
Die Autoren untersuchen die Frage, wie vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung lebenslangen Lernens soziale Ungleichheit bei der Beteiligung an Weiterbildung zustande kommt und welche Folgen dies für Individuum und Gesellschaft hat. Dabei vertreten sie die These, dass allzu großes Vertrauen in die Marktmechanismen beim Zugang zu beruflicher Weiterbildung zur Verstärkung sozialer Ungleichheit geführt habe. Die zunehmende Tendenz, rasche Bildungserträge über berufliche Weiterbildung realisieren zu wollen, habe in Phasen gesamtwirtschaftlicher Stagnation verstärkt zur sozialen Selektivität von Weiterbildungschancen geführt. Ziel des Beitrags ist es, aktuelles empirisches Material zur Stützung dieser These vorzulegen und die Funktionsweise der sozialen Selektivität am Beispiel beruflicher Weiterbildung aufzuzeigen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine mögliche Veränderung von Selektionsmechanismen im Zeitverlauf gelegt. Vor dem Hintergrund der Entwicklung von Teilnahme an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung werden im Detail individuelle Selektionsfaktoren (vor allem Bildungshintergrund und Erwerbsstatus) im Zugang zu Weiterbildung sowie die Ausgestaltung, die Zielsetzung und der subjektive Nutzen von Weiterbildungsmaßnahmen untersucht. (BIBB-Doku)