Der Traum vom lebenslangen Lernen - und seine europäischen Implikationen
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Abstract
Der Beitrag problematisiert den Topos vom lebenslangen Lernen. Er nimmt die Begriffsgeschichte, die Zielsetzungen und Leitlinien des Lebenslangen Lernens in Europa kritisch in den Blick. Diese haben eine klare Ausrichtung an primär ökonomischen und beschäftigungspolitischen Zielkategorien. Spätestens seit Beginn des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts scheinen die Qualifizierungsprozesse zur Gewinnung respektive Erhaltung von Beschäftigbarkeit einseitig utilitaristisch auf den Zweck der Ökonomieentwicklung ausgerichtet zu sein. Die Subjektperspektive und damit die pädagogische Dimension werde in der europäischen, partiell auch bundesdeutschen Debatte vernachlässigt und widerspreche den Bildungsansprüchen einer aufgeklärten Pädagogik. (BIBB-Doku)