Die Berufsberatung: Institutionalisierung oder Deinstitutionalisierung einer pädagogischen Praxis?
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140802
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Abstract
"Der Zugang zum Handlungsfeld "Berufswahl" wurde 1998 durch das Aufheben des sog. Berufsberatungsmonopols der Bundesanstalt für Arbeit für weitere Akteure wesentlich erleichtert. Aus pädagogischer Sicht scheint dieses auf den ersten Blick begrüßenswert, eröffnet es doch ein neues Betätigungsfeld und die die Chance im Rahmen der pädagogisch-professionellen Ausbildung neue pädagogische Berufsprofile zu entwickeln. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass mit der Öffnung zugleich die Deinstitutionalisierung einer faktisch pädagogisch operierenden Institution einherging, was letztendlich auch ein Angriff gegen die Pädagogik und ihrem gewonnenen Selbstverständnis bedeutete. Es ist von daher angezeigt, die Freisetzung des Handlungsfeldes Berufswahl kritisch zu beleuchten und zu fragen, ob eine pädagogisch verstandene Förderung der Berufswahlentscheidung tatsächlich ohne eigenständige Institutionalisierung, wie wir sie von der Berufsberatung kennen, auskommt." (Autorenreferat, BIBB-Doku)