Anhaltend hohe Studierneigung : Ursachen und Hintergründe - Deutsche Studienanfänger im Wintersemester 1989/90
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Abstract
Vorgelegt werden die Ergebnisse der alljährlich durchgeführten Befragung von Studienanfängern. Mit über 250.000 Studienanfängern im Studienjahr 1989/90 wurde die bislang in der Geschichte der Bundesrepublik höchste Zahl an Neuzugängen in das Studium registriert. Ursachen hierfür sind u.a. trotz seit 1983 stark abnehmender Geburtenjahrgänge bis 1988 in etwa konstant hohe Studienberechtigtenzahlen, die erst 1989 stärker abnehmen. Hervorgerufen ist dieser Wandel durch wachsende Neigung, die Hochschulreife zu erwerben. Ausserdem ist eine weiter steigende Studierneigung zu beobachten. Diese führt unter anderem dazu, dass gerade auch Studienberechtigte früherer Schulentlassjahrgänge an die Hochschulen gehen, die nach der Schulzeit noch unentschlossen waren oder nicht studieren wollten. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund optimistischer Berufserwartungen für Jungakademiker, noch vorhandener Ausbildungskapazitäten in Bereichen, die in der Vergangenheit vermindert nachgefragt wurden (z.B. Lehramtsstudium) und einer allgemein positiveren Grundhaltung zum Studium. (IAB2)