Die Rentabilität von Berufsausbildungen : was sagen Querschnittsvergleiche aus?

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Eine neuere Arbeit über die Rentabilität unterschiedlicher Bildungsabschlüsse zeigt, "dass die zum Teil beträchtlichen Lohnunterschiede zwischen Personen mit unterschiedlicher Berufsausbildung weitgehend verschwinden, wenn man -den unterschiedlichen finanziellen und zeitlichen Aufwand der Bildungsgänge, -das Risiko des Scheiterns, -die Wirkung progressiver Steuern sowie -die zeitliche Ferne bildungsbedingter Lohnvorteile in Betracht zieht. Aufgrund dieses Nivellierungseffekts wird geschlossen, dass sich eine Berufsausbildung zwar grundsätzlich lohnt, dass aber die Wahl der Berufsausbildung in finanzieller Hinsicht kaum eine Rolle spielt. Der Beitrag untersucht, ob die Resultate das in der Studie gefällte Urteil rechtfertigen. Dabei wird gezeigt, dass die Stärke des Einkommensgefälles zwischen Personen unterschiedlicher Ausbildung nur bedingt Auskunft über die relative Rentabilität ihrer Ausbildung gibt. Darüber hinaus sind die unterschiedlichen Längen der Bildungsgänge sowie die Höhe der Marktzinsen zu berücksichtigen. Zudem wird gezeigt, dass direkte Einkommensvergleiche zwischen Personen unterschiedlicher Ausbildung, worauf solche Rentabilitätskalkulationen beruhen, grundsätzlich wenig aussagekräftig sind. Das liegt darin begründet, dass die individuelle Wahl einer Berufsausbildung in der Regel nicht nach dem Zufallsprinzip erfolgt, was für eine korrekte Analyse Voraussetzung ist, sondern vielmehr nach just jenen Bildungsrenditen, die es zu messen gilt. Die Ergebnisse solcher Quervergleiche sind in ähnlicher Weise verzerrt, wie etwa die Resultate eines klinischen Versuchs, bei dem Kranke und Gesunde selber bestimmen, ob sie das Placebo oder das Heilmittel einnehmen." (IAB2)

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