Schule - und dann? Migrations- und geschlechtsbezogene Unterschiede in den Entscheidungsprozessen am Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Erstausbildung
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173113
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Berlin
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Abstract
"Für die Entstehung von migrationsbezogenen Ungleichheiten im Bildungserfolg werden neben leistungsbezogenen Disparitäten (primäre Effekte) auch Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Zuwanderungshintergrund in den Bildungsentscheidungen (sekundäre Effekte) als ausschlaggebend erachtet. Diese migrationsbezogenen Unterschiede in Bildungsentscheidungen werden einerseits auf hohe Aspirationen in Zuwandererfamilien sowie antizipierte Diskriminierungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zurückgeführt. Andererseits wird angenommen, dass auch Unsicherheiten und Orientierungsschwierigkeiten, die aus einer geringeren Kenntnis des deutschen Bildungssystems in Zuwandererfamilien resultieren, zu migrationsbezogenen Unterschieden in Bildungsentscheidungen führen. Beim Übergang in eine Berufsausbildung könnten über die individuellen Entscheidungsprozesse hinaus auch migrationsbezogene Unterschiede im Bewerbungs- und Suchverhalten sowie diskriminierende Rekrutierungspraktiken von Betrieben eine Rolle spielen. In der vorliegenden Arbeit wurden erstmalig Entscheidungsprozesse von Jugendlichen am Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Erstausbildung systematisch untersucht, wobei auf Grundlage der dargestellten theoretischen Überlegungen und der Theorie des geplanten Verhaltens der Frage nachgegangen wurde, welche Faktoren für die in repräsentativen Studien nachgewiesenen migrations- und geschlechtsbezogenen Disparitäten in der Ausbildungsbeteiligung ausschlaggebend sind. Hierfür wurde ein mehrphasiges Forschungsdesign umgesetzt, das sowohl qualitative als auch quantitative Methoden beinhaltet. Die Datenbasis beruht auf einer Befragung von Jugendlichen aus elf Berliner Haupt-, Real- und Gesamtschulen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)