Jugendliche im Spannungsfeld von Arbeitswelt und Lebensplanung : Befunde und Markierungen
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Abstract
"Jugendliche an der Schwelle des Übergangs zwischen Schule und Ausbildung, Arbeit und Beruf sind seit jeher mit Anforderungen aus dem Arbeits- und Beschäftigungssystem konfrontiert, die mit den Zukunftsentwürfen, den persönlichen Wünschen, dem Wissen und Können von Jugendlichen nicht immer übereinstimmen und ein Spannungsfeld bilden. In diesem Beitrag wird an eine in 2007 veröffentlichte problematisierende Einführung von OBERLIESEN/ SCHULZ angeknüpft und die dort thematisierten Befunde und Markierungen zu Jugendlichen im Spannungsfeld von Arbeitswelt und Lebensplanung werden aktualisiert und erweitert. Es werden folgende Befunde und Markierungen beleuchtet: Der Trend zur Höherqualifizierung setzt sich fort. Trotz des demografischen Wandels und des sich verschärfenden Fachkräftemangels wird es zukünftig immer weniger Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte geben. Besonders betroffen sind junge Menschen mit Migrationshintergrund aus bildungsfernen Familien. Trotz der ernüchternden Prognosen blicken Jugendliche optimistisch in die Zukunft und benennen u.a. Eigenverantwortlichkeit, Fleiß und Ehrgeiz als Ziele, die ihnen neben einem guten Leben und Geborgenheit in Freundschaften und Familie wichtig sind. Sie glauben daran, ihre beruflichen Wünsche zu verwirklichen, fürchten zwar die Arbeitslosigkeit, gehen aber davon aus, nach einer Ausbildung übernommen zu werden. Gegenüber anderen Ländern in Europa, insbesondere Spanien, ist die Jugendarbeitslosigkeit vergleichsweise gering. Das Berufsbildungssystem in Deutschland scheint erfolgreicher zu sein als Systeme anderer Länder." (Autorenreferat, BIBB-Doku)