Der unendlich langsame Abschied vom Industrialismus und die Zukunft der Dienstleistungsbeschäftigung
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Abstract
Thema des Beitrags ist der Übergang zur Dienstleistungsökonomie in Deutschland. Der Verfasser stellt fest, dass in der Bundesrepublik die Relationen der unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche (industrielle Produktion, Landwirtschaft, Dienstleistungen) zueinander nicht wesentlich anders sind als etwa in den USA. Im Vergleich mit anderen westlichen Staaten gebe es in Deutschland jedoch einen Rückstand an Erwerbstätigkeit, was auf ein Defizit an Dienstleistungsarbeitsplätzen hinweise. Das Beschäftigungsproblem in der Bundesrepublik sei durch eine Ausweitung von Dienstleistungsbeschäftigung mittelfristig nur zu bewältigen, wenn der "Industrialismus als gesellschaftspolitisches Konzept und institutionelles Gefüge der Organisation von Arbeit transformiert" werde. Der Verfasser zeigt die Gründe dafür auf, warum der Industrialismus in Deutschland länger erhalten bleibt als in vergleichbaren Staaten und vertritt die These, dass eine subventionierte Expansion von Niedriglohn-/ Niedrigqualifikationsbeschäftigung auf längere Sicht nur zu einem sich selbst tragenden Beschäftigungbereich wird, wenn sie von einer Erhöhung der (Frauen-)Erwerbsquote und einer Hochqualifikation/Hochpreisstrategie gestützt wird. (BIBB2)