Determinanten von Berufsbildungsentscheidungen bei eingeschränkter Informationsbasis
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167025
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Abstract
Der Beitrag untersucht, welche Faktoren berufliche Entscheidungen von Heranwachsenden bestimmen und inwiefern diese durch Faktoren bestimmt sind, die nicht rein rational gesteuert sind und Prozessen des Abwägens folgen. Die Autoren nähern sich der Klärung dieser Forschungsfrage über das Konzept der Heuristiken als Entscheidungsgrundlagen, die nicht von rationalen Abwägungen ausgehen. Anhand einer Umfrage unter Jugendlichen in sechs Deutschschweizer Kantonen können typische Heuristiken der Berufswahl bzw. des Übergangs in den Arbeitsmarkt empirisch fundiert nachgezeichnet werden. Die Ergebnisse zeigen, wie die Sicherheit bei Berufsbildungsentscheidungen aus rationalen und nicht rationalen Aspekten resultiert. Angesichts der Komplexität von beruflichen Übergängen fällen Jugendliche Berufsbildungsentscheidungen nicht nach einer systematischen Evaluation aller Informationen im Sinne von Janis und Mann (1977). Vielmehr setzen sie Heuristiken im Sinne einer Fokussierung auf spezifische Strategien und Bezugspersonen ein, die ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Die Ergebnisse erlauben die Identifikation von funktionalen und dysfunktionalen Heuristiken. In der Studie konnte sowohl für die erste als auch die zweite Schwelle nachgewiesen werden, dass Jugendliche beim Eintritt und nach Abschluss der Ausbildung trotz eingeschränkter Informationsbasis gute Berufsbildungsentscheidungen fällen. (BIBB-Doku)