"Schulschwänzen" in der Oberstufe einer Berufsbildenden Höheren Schule - Kontrastierende Sichtweisen auf ein Alltagsphänomen
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153881
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Abstract
"Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht - stundenweise oder auch tagesweise - wird als alltägliches Phänomen im schulischen Alltag wahrgenommen. [...] Schulschwänzen steht im Zusammenhang mit Schulversagen und Schulangst. In soziologischen und psychologischen Theorien wird das Fernbleiben von der Schule zum Teil sehr dramatisiert und mit düsteren Verläufen und Prognosen versehen. Die meisten der vorliegenden Untersuchungen befassen sich mit weit reichenden negativen Ausdrucksformen und Konsequenzen des Schulabsentismus. [...] In diesem Beitrag wird für einen vorsichtigen Umgang mit dem Phänomen des Schulschwänzens plädiert, das - in einer dosierten und überlegten Variante praktiziert - keinesfalls mit einem Ausstieg aus dem Schulgeschehen oder einer Distanzierung von schulbezogenen Normen und Leistungserwartungen gleichgesetzt werden sollte. In einer explorativen qualitativen Untersuchung mit Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren, die im Schuljahr 2010/11 die 10. Schulstufe einer Berufsbildenden Höheren Schule besuchen, sollen Ausprägungen, Hintergründe und Ursachen des sporadischen Schulschwänzens untersucht und mit den Auffassungen pädagogischer Experten kontrastiert werden." (Autorenreferat, BIBB-Doku)