Industriekaufleute im Beruf. Tätigkeitsmerkmale und berufliche Qualifizierung nach Abschluss der Ausbildung
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109905
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Bundesinstitut für Berufsbildung
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Berlin; Bonn
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Abstract
Gerade die praxisbezogenen Erfahrungen nach der beruflichen Erstausbildung sind eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der beruflichen Kompetenz. Berufsübergreifend zeigt sich, dass bereits nach wenigen Berufsjahren für viele der befragten jungen Fachkräfte die Berufserfahrung und die berufsbegleitende Weiterbildung fast ebenso viel wert sind, wie die vorangegangene Berufsausbildung selbst. Industriekaufleute müssen damit rechnen, dass die ersten Jahre nach Abschluss der Ausbildung in besonderem Masse zur weiteren Ausprägung von Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen beitragen. Fallstudienergebnisse und Repräsentativbefragungen bilden die Basis für die hier veröffentlichten Untersuchungsergebnisse. Der Industriekaufmann/die Industriekauffrau rechnet mit zu den Berufen, in denen die ersten Jahre nach Abschluss der Ausbildung in besonderem Masse zur weiteren Ausprägung von Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz beitragen. Um welche Qualifikationen es dabei im einzelnen geht, und wie diese Qualifikationen erworben werden, wird allerdings erst durch eine differenzierte Betrachtung von betriebs-, tätigkeits- und personenbezogenen Merkmalen erkennbar. Eine solche Analyse ist Grundlage des Berichts. Empirische Basis sind in der Hauptsache Fallstudienergebnisse, die durch leitfadenstrukturierte Interviews mit 26 jungen Industriekaufleuten, fünf Vorgesetzten und zwölf Personal- bzw. Ausbildungsleitern aus 13 Betrieben sowie mit einem Weiterbildungsexperten einer IHK Anfang 1989 gewonnen wuden. Bei der Auswahl der Betriebe wurde nach Wirtschaftsbranchen, Grösse und nach Region (Stadt/Land) variiert. Die Fallstudienergebnisse sind eingebettet in die Ergebnisse einer Repräsentativbefragung (in dieser Studie jeweils als "Strukturdaten" gekennzeichnet). Junge Fachkräfte wurden in zwei Befragungswellen 1984/85 (ein halbes Jahr nach Ausbildungsabschluss) und 1987 (drei Jahre nach Ausbildungsabschluss) zu ihrem Berufsverlauf und zu ihren Weiterbildungsaktivitäten postalisch befragt. (IAB2)