Berufswahl und Interesse - zur Kongruenz von Berufswünschen und beruflichen Interessen im Jugendalter
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165122
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Abstract
Sowohl in der Bildungsforschung als auch in der Berufswahlforschung wird dem Konstrukt Interesse eine große Bedeutung zugeschrieben. Die Autoren betrachten Interesse als Bestandteil der Selbstkonzepts und orientieren sich an der Berufswahltheorie von Linda S. Gottfredson. Es handelt sich um eine Entwicklungstheorie, die Prozesse ab der frühen Kindheit bis zum Übergang in einer Erstausbildung im Blick hat. Im Beitrag werden Daten im Hinblick auf die Relevanz von Interesse für die Entwicklung von Berufswünschen ausgewertet. Dabei wird u.a. die Kongruenz zwischen beruflichen Interessen und Berufswünschen, die zu vorgegebenen Berufen geäußert wurden, untersucht. Gemäß der Theorie von Gottfredson dürften persönliche Interessen und Werte erst in der Phase der Adoleszens für die Berufswahl bedeutsam werden und Jugendliche erst in dieser Phase ihre Berufswünsche mit persönlichen Interessen und Werten begründen. Angesichts der Befunde zur Relevanz von Interessen für das Lernen scheint den Autoren eine so späte Relevanz persönlicher Interessen wenig plausibel. Das Forschungsinteresse der Autoren richtet sich daher auf den Wirkungszusammenhang zwischen der Entwicklung beruflicher und schulischer Interessen unter dem Einfluss des persönlichen Bindungsstils. Im Beitrag werden die wesentlichen Aspekte der Kerntheorie von Gottfredson vorgestellt und darauf aufbauend das Untersuchungsdesign und die Befunde der Studie präsentiert. (BIBB-Doku)