Betrieblicher Auftrag - Modell einer Abschlussprüfung?
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Abstract
Der "betriebliche Auftrag" als Abschlussprüfung für die industriellen Metall- und Elektroberufe wurde von Gesamtmetall und IG-Metall in die Diskussion gebracht. Dahinter steckt die Idee, die Betriebswirklichkeit zum Gegenstand der Prüfung zu machen. Als Prüfung soll der Auszubildende einen betrieblichen Auftrag bearbeiten. Offen blieben bisher die Fragen, welche Facharbeiterqualifikationen sich grundsätzlich bei dieser Prüfungsform bei bewusst weit gefassten Rahmenbedingungen und mit externen Prüfern (keine Mitarbeiter oder Kunden) bestimmen lassen und ob hierdurch die profilgebenden Tätigkeiten eines Facharbeiters bewertbar sind. Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) hat diese Fragen zusammen mit Unternehmensvertretern und Prüfungsexperten auf der Grundlage systematischer Planspiele untersucht, deren Ergebnisse vorgestellt werden. Es wird eingeschätzt, dass diese Prüfungsform berufsuntypische Handlungen (Präsentation, Fachbericht, Fachgespräch) verlangt, die während der Berufsausbildung zu vermitteln wären. Andererseits könnten Schulabgänger mit ausgeprägten praktischen Fähigkeiten durch eine berufsuntypische Prüfungsform von der Ausbildung ausgeschlossen bleiben. (BIBB2)