Mehr Ungleichheit durch weniger duale Ausbildung? : Probleme der Ausbildungsbereitschaft
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie die betriebliche Ausbildungsbereitschaft gewahrt und ausgebaut werden kann. Anhand von Daten zur Ausbildungssituation in Ostdeutschland untersuchen die Autoren, inwieweit durch außerbetriebliche Ausbildung die sozialintegrative Bedeutung des dualen Ausbildungssystems aufrecht erhalten werden kann. In Ostdeutschland ist die Ausbildungsbereitschaft besonders stark gesunken und über die Bereitstellung überbetrieblicher Lehrstellen eine neue, stark umstrittene Parallelstruktur geschaffen worden. Die zunehmende Shareholder-value-Orientierung in den Betrieben tritt in Konkurrenz zur bisher eher langfristig angelegten Personalpolitik. Anhand einer Befragung von Bildungsträgern und Betrieben wird geprüft, welchen Einfluss außerbetriebliche Bildungsträger auf die Ausbildungspolitik von Betrieben haben. Es zeigt sich, dass außerbetriebliche Bildungsträger eher eine stabilisierende Funktion für die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben innehaben; sie erleichtern die Koordination und Kooperation. Staatliche Interventionen und Alimentationen können somit zur Integration durch Partizipation an einer beruflichen Ausbildung beitragen. (BIBB-Doku)