Arbeitslose - ein legitimes Arbeitsfeld für Sozialarbeiter/ Sozialpädagogen?
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110661
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Abstract
Der Autor setzt sich kritisch mit dem Sachverhalt auseinander, dass zunehmend erwachsene Arbeitslose zu Klienten der Sozialarbeit gemacht werden. Damit seien u.a. Probleme der Stigmatisierung verbunden. "Zugleich liegt angesichts der prekären Arbeitsmarktsituation für Sozialarbeiter/Sozialpädagogen in den 80er Jahren der Verdacht nahe, dass sie mit der Erschliessung dieses neuen Arbeitsfeldes primär die eigene Arbeitslosigkeit überwinden wollten und die Problematik, eine Gruppe von Menschen zum Klientel der Sozialarbeit zu machen, bagatellisieren oder ideologisch bewältigten." Weiterhin setze sich jede Überlegung, sozialarbeiterische Hilfen für erwachsene Arbeitslose zu entwickeln, dem Vorwurf aus, ein sozioökonomisch bedingtes und nur politisch zu lösendes Problem zu individualisieren und zu therapeutisieren. Der Beitrag stellt die Konzeption von Sozialarbeit mit Arbeitslosen in den 80er Jahren dar und benennt Zielkonflikte. Angesichts einer veränderten Situation in den 90er Jahren (Herausbildung eines harten Kerns von Langzeitarbeitslosen) wird schliesslich darauf verwiesen, dass hier an traditionelle Aufgabendefinitionen sozialer Arbeit angeknüpft werden kann. Darunter fallen persönliche Beratung und sozialpädagogische Hilfen zur persönlichen Stabilisierung. (IAB2)