Sind Produktionsschulen Prekariatsschulen? : Plädoyer für eine reflexive Pädagogik der Produktionsschulbewegung

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"Trotz vieler experimentell entwickelter Ansätze fungieren Produktionsschulen im Sockelbereich des Bildungs- und Übergangssystems. Nach wie vor bereiten sie benachteiligte Jugendliche für eine berufliche Zukunft auf einem segmentierten Arbeitsmarkt vor. Dass die Betroffenen dort kaum mehrheitlich in gesicherte Beschäftigung integriert werden können, erscheint als unabänderliche Tatsache. Doch soziale Ungleichheiten sind jederzeit Ausdruck prozesshafter Auseinandersetzung. Ihre Entwicklung war im Fall deklassierter Gruppen stets fundamental davon abhängig, ob und inwieweit andere soziale Fraktionen ihre Interessen vertraten oder sie in ihre Zusammenhänge einbanden. In dieser Hinsicht erscheint die aktuelle Situation wenig hoffnungsvoll. Nie zuvor ist jenseits institutioneller und kultureller Strukturen ein Prekariat derartigen Umfangs entstanden. Die Produktionsschulpädagogik tritt dem als innovative Basisbewegung mit profilierten Prinzipien entgegen. Dieser Beitrag versucht deren gesellschaftspolitische Relevanz zuzuspitzen und weitergehende Perspektiven für ihre förderpädagogische Gestaltung zu formulieren." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

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