Ausbildungsbausteine - neue und flexible Wege in der Berufsbildung
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Abstract
Angesichts abnehmender Attraktivität des dualen Systems für Jugendliche und Betriebe wird von Euler und Severing vorgeschlagen, neue Möglichkeiten der Integration von vertikal und horizontal verbundenen Bildungsgängen zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Bemühung, eine einheitliche Gliederungsstruktur für alle Berufe zu entwickeln. Ziel ist die Entwicklung einer berufsübergreifenden Struktur der Gliederung von Ausbildungsberufen in Ausbildungsbausteine, die die Möglichkeit eröffnen, einzelne Bausteine, die dann auf eine Berufsausbildung angerechnet werden können, bereits während der Berufsausbildungsvorbereitung zu erwerben. So soll auch mehr Mobilität zwischen den Berufen ermöglicht und die Anschlussmöglichkeiten in Richtung weiterführender Bildungsgänge und beruflicher Weiterbildung verbessert werden. Ausgehend von den Funktionsproblemen des dualen Systems werden im Beitrag zwei Modelle zur Umsetzung einer mit Ausbildungsbausteinen strukturierten Ausbildung vorgestellt: Modell 1: "Graduelle Optimierung des Status quo" und Modell 2: Integration von bausteinbezogenen Prüfungen. Abschließend werden die Potenziale einer Ausbildung mit Ausbildungsbausteinen herausgestellt. Die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung sieht eine Erprobung der Ausbildung mit Ausbildungsbausteinen in zehn bis 12 wichtigen Berufen des dualen Systems vor, auch um Altbewerbern einen schrittweisen Übergang in reguläre duale Ausbildung zu ermöglichen. (BIBB-Doku)