Training, Wages and a Missing School Graduation Cohort
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Abstract
"This study analyzes the effects of a missing high school graduation cohort on firms' training provision and trainees' wages. An exogenous school reform varying at the state and year level caused the missing cohort to occur. Using administrative social security data on all trainees and training firms, we show that firms provide less training by reducing their overall number of hired apprentices. We also show that the pool of firms that offer training in the year of the missing cohort shifts towards a higher share of low wage firms. After keeping firm characteristics constant, the findings indicate that the missing cohort increases training wages measured at the start of training. Further analyses shed light on the opposite case of dual cohorts, which we find to increase training provision and to decrease training wages. The evidence also shows that high and low wage firms differ in how they adjust training provision in response to a dual cohort." (authors' abstract; BIBB-Doku)
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) und die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) untersuchten zusammen die Effekte des Wegfalls eines Abiturjahrgangs im Jahr 2001 auf den Ausbildungsmarkt. "Der Wegfall hat seine Ursache in der damaligen Verlängerung der gymnasialen Oberstufe von acht auf neun Jahre in zwei Bundesländern. Im Jahr 2001 standen deshalb wesentlich weniger Bewerber mit Abitur für betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung. Basierend auf kausalanalytischen Evaluationsmethoden wird einerseits die Frage beantwortet, ob die Betriebe ihren Ausbildungsbedarf dennoch decken konnten und andererseits, wie sich die Löhne der Auszubildenden veränderten. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Zahl der eingestellten Auszubildenden durch den Bewerbermangel um zehn Prozent gesunken ist. Jedoch haben keineswegs alle Betriebe gleichermaßen reagiert. Vor allem reduzierten Betriebe die Zahl der eingestellten Auszubildenden, die normalerweise höhere Ausbildungslöhne gewähren. Demgegenüber erhöhten die Betriebe die Löhne ihrer Auszubildenden, die genauso viele Auszubildenden einstellten wie in regulären Jahren. Weitere Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich Abiturientinnen und Abiturienten aus anderen Bundesländern auf die offenen Ausbildungsstellen in den betroffenen Bundesländern beworben haben, was den Bewerbermangel abgemildert hat. Um die gewonnenen Erkenntnisse auf ihre Robustheit hin zu überprüfen, analysieren die Autoren den umgekehrten Fall eines Bewerberüberschusses. Beginnend mit dem Jahr 2007 reduzierten schrittweise fast alle Bundesländer die gymnasiale Oberstufe von damals neun auf acht Jahre. Dadurch kam es in den betroffenen Ländern dazu, dass sich die Zahl der Abiturabsolventinnen und -absolventen einmalig verdoppelte. Die Autoren zeigen, dass hierdurch die Zahl der Auszubildenden anstieg, wobei gleichzeitig die Löhne sanken. Dieses Ergebnis erhärtet den vorherigen Befund, dass die Zahl der Auszubildenden und die Löhne im Ausbildungsmarkt auf Schwankungen des Bewerberangebots reagieren." (Textauszug; BIBB-Doku)
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) und die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) untersuchten zusammen die Effekte des Wegfalls eines Abiturjahrgangs im Jahr 2001 auf den Ausbildungsmarkt. "Der Wegfall hat seine Ursache in der damaligen Verlängerung der gymnasialen Oberstufe von acht auf neun Jahre in zwei Bundesländern. Im Jahr 2001 standen deshalb wesentlich weniger Bewerber mit Abitur für betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung. Basierend auf kausalanalytischen Evaluationsmethoden wird einerseits die Frage beantwortet, ob die Betriebe ihren Ausbildungsbedarf dennoch decken konnten und andererseits, wie sich die Löhne der Auszubildenden veränderten. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Zahl der eingestellten Auszubildenden durch den Bewerbermangel um zehn Prozent gesunken ist. Jedoch haben keineswegs alle Betriebe gleichermaßen reagiert. Vor allem reduzierten Betriebe die Zahl der eingestellten Auszubildenden, die normalerweise höhere Ausbildungslöhne gewähren. Demgegenüber erhöhten die Betriebe die Löhne ihrer Auszubildenden, die genauso viele Auszubildenden einstellten wie in regulären Jahren. Weitere Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich Abiturientinnen und Abiturienten aus anderen Bundesländern auf die offenen Ausbildungsstellen in den betroffenen Bundesländern beworben haben, was den Bewerbermangel abgemildert hat. Um die gewonnenen Erkenntnisse auf ihre Robustheit hin zu überprüfen, analysieren die Autoren den umgekehrten Fall eines Bewerberüberschusses. Beginnend mit dem Jahr 2007 reduzierten schrittweise fast alle Bundesländer die gymnasiale Oberstufe von damals neun auf acht Jahre. Dadurch kam es in den betroffenen Ländern dazu, dass sich die Zahl der Abiturabsolventinnen und -absolventen einmalig verdoppelte. Die Autoren zeigen, dass hierdurch die Zahl der Auszubildenden anstieg, wobei gleichzeitig die Löhne sanken. Dieses Ergebnis erhärtet den vorherigen Befund, dass die Zahl der Auszubildenden und die Löhne im Ausbildungsmarkt auf Schwankungen des Bewerberangebots reagieren." (Textauszug; BIBB-Doku)