Lebensgeschichte und berufliche Rehabilitation
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92003
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Abstract
"Für die berufliche Umschulung von Menschen, die wegen einer Behinderung nicht in ihrer bisherigen Berufstätigkeit verbleiben können, wurde in Deutschland ein Netz von Berufsförderungswerken ausgebaut, die in besonderer Weise die Belange der Rehabilitanden in der Ausbildung und Betreuung berücksichtigen. In einer empirischen Untersuchung in zwei Berufsförderungswerken wurden bemerkenswerte Unterschiede in der lebensgeschichtlichen Bedeutsamkeit der beruflichen Neuausbildung für die Betroffenen herausgefunden. Nur ein Teil von ihnen sah in der eingetretenen Behinderung die hauptsächliche Ursache für die berufliche Neuorientierung. Die anderen Rehabilitanden begründeten diesen Entschluss dagegen in erster Linie mit ihrer Unzufriedenheit mit ihrer bisherigen Berufsentwicklung. In ihrer berufsbiographischen Zukunftsperspektive lassen die Rehabilitanden eine Vielzahl unterschiedlicher Zielorientierungsmuster erkennen. Diese sollten bei der Einleitung des Rehabilitationsverfahrens, bei der Beratung der Betroffenen, den Entscheidungen der Rehabilitationsträger und in der Ausbildungs- und Betreuungspraxis der Berufsförderungswerke berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)