Bewältigung von Übergängen in Arbeit : Potenziale der Partizipation und des informellen Lernens
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Abstract
"Übergänge junger Frauen und Männer in Arbeit sind zunehmend durch individualisierte Bildungsprozesse strukturiert. Diese bieten auf der einen Seite Möglichkeiten subjektiver Aneignung, lassen aber andererseits Strukturen sozialer Ungleichheit und die individuell zu bewältigenden Risiken sozialer Ausgrenzung in den Hintergrund treten. Damit wird die individuelle Bildungsmotivation zum Faktor von Integration oder Ausgrenzung. Der Beitrag stellt diese Problematik in einen Zusammenhang mit dem neuen Interesse an Partizipation als zentralem Prinzip der Bürgergesellschaft. Hierzu werden ausgewählte Ergebnisse und Fallbeispiele aus einem europäischen Forschungsprojekt vorgestellt. Auf der Grundlage von Interviews mit Jugendlichen zu motivierenden und demotivierenden Erfahrungen mit Übergängen in Arbeit zum einen und von Fallstudien über partizipatorische Projektansätze zum anderen wird untersucht, unter welchen Bedingungen Partizipation eine realistische Perspektive individualisierter Bewältigung von Übergängen darstellt und - im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik - eine Zunahme an Selbstverantwortung wie auch eine Erweiterung von Handlungsspielräumen junger Frauen und Männer ermöglicht." (Autorenreferat)